pimp my gimbal head

Eigentlich mag ich ja gar keine Anglizismen, aber einen Titel wie „Modifiziere meinen Kardan-Neiger“ würden vermutlich noch weniger Menschen verstehen 😉

Ich habe vor einigen Tagen einen gebrauchten Kardan-Neigekopf, den „Nill Stativkopf“ der ersten Generation erstanden.
Da ich bislang einen Benro GH-2 mein Eigen nannte, kommt es natürlich automatisch zu vergleichenden Einschätzungen, auf welche ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Ich werde aber auf jeden Fall den Nill Kopf behalten!
Einziger Wermutstropfen beim Nilll Stativkopf ist meiner Meinung nach dessen Kupplung für die Stativplatten. Wie ich diese Kupplung umgebaut habe, möchte ich im Folgenden kurz zeigen.

Diese Klemmkupplung ist zwar kompatibel zu den bekannten Objektiv- Platten (Arca Swiss kompatibel), aber leider fehlt es ihr an zwei hilfrei- chen Eigenschaften:

  • Sie hat keine Nuten für die „Stopp-Schrauben“ in den Objektiv- platten.
    Diese Schrauben sollen ein versehentliches herausrutschen der Kuplung verhindern, wenn man die Klemmschiene nicht fest ge- nug angezogen hat.
  • Die Klemmung kann nicht weit genug geöffnet werden, um die Stativplatte von oben einzulegen. Die Klemmbacke droht dann abzufallen, weil die Führung, sowie die Rändelschraube dafür etwas zu kurz ist.  So muss man die Platte immer von vorne „einfädeln“.

Mit etwas mechanischem Geschick (Oder einem mechanisch geschickten Kollegen) kann man die Kupplung aber durchaus umbauen und das, ohne in die grundsätzlichen Eigenschaften einzugreifen (Ein Rückbau ist also immer problemlos möglich).

Ich habe mir dazu im Baumarkt ein Aluminiumprofil (3€) gekauft, entsprechend abgelängt und mit Aussparungen, sowie zwei Bohrungen versehen.
Dieser Aluwinkel wird nun mit zwei M2 Senkkopfschrauben von unten an die Kupplung geschraubt. Dies genau so, dass die Klemmung exakt soweit geöffnet werden kann, dass die Objektivplatte bequem von oben einlegbar ist.

Ist dies passiert, steht dem zweiten Schritt, dem Einfräsen zweier Nuten für die „Stopp-Schräubchen“ nichts mehr im Wege.

Und schon ist der Umbau (Besser: Anbau) fertig, wie man auf den fol- genden Bildern sehen kann 🙂

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