libelloides coccajus ….

…. hinter dieser lateinischen Bezeichnung verbirgt sich ein, in Deutschland recht seltenes, Insekt aus der Ordnung der Netzflügler welchem wir vor zwei Jahren erstmals (bewusst) begegnet sind:

Die Libellen-Schmetterlingshaft

libelloides coccajous im Gegenlicht
libelloides coccajus im Morgenlicht

Ungefähr zwei Wochen lang konnten wir diese sehr schöne Art, im Frühsommer 2007, an einem ihrer Reviere beobachten.
Es bedurfte einger Besuche im Vor- kommen, um überhaupt zu einigen Bildern zu gelangen. Denn meist saßen sie weiter im Inneren der Flächen dieses Naurschutzgebiets welche wir natürlich nicht betreten.

Es ist schon erstaunlich wie gut diese, doch eigentlich recht auf- fällige, Art in der Ruhestellung getarnt ist.
Anfangs hatten wir Mühe, sie zu sehen, aber mit der Zeit schult man den Blick und erkennt sie schneller.
Sie saßen meist, die Flügel eng angelegt, an vertrockneten Stengeln verblühter Pflanzen aus dem Vorjahr.
Auch wenn man sie nun auf den Bildern gut sehen kann, in natura war das deutlich diffiziler!

Schmetterlingshaft in Ruhestellung Schmetterlingshaft in Ruhestellung Schmetterlingshaft Revier

Sobald aber die Sonne auf den Hang schien, begannen sie sich zu öffnen, um die Wärme aufzunehmen.
Als wir nun flach über den Hang, entgegen der Sonne, auf die sonnen- bestrahlten Flächen blickten, sahen wir plötzlich, wie zahlreich die Population in diesem Jahr gewesen ist.
Im folgenden Bild sind allein fünf Individuen auf einer Fläche von ca. 4qm zu sehen (Ein sechster sitzt, fast in der Mitte, schon im unscharfen Hintergrund).

Eine Ansammlung Schmetterlingshafte

Schien die Sonne etwas länger auf eine Stelle, mussten wir uns aber auch schon wieder sputen, da sie nach der Aufwärmphase losfliegen, um sich im Flug kleinere Insekten als Nahrung zu fangen.
In dieser Zeit gelangen uns ein paar recht ansprechende Aufnahmen mit geöffneten Flügeln.

Zwei Schmetterlingshaft Schmetterlingshaft im Gegenlicht

Schmetterlingshaft Schmetterlingshaft

In den darauffolgenden Jahren 2008 und 2009 bekamen wir, trotz regelmäßiger Ausflüge in dieses Gebiet, kein einziges Exemplar mehr zu Gesicht.
Wir hoffen, dass es „nur“ die saisonalen Schwankungen sind, welche wir mittlerweile auch in der Literatur fanden. So dass wir vielleicht im nächsten Jahr wieder auf diese „Juwelen“ mit den langen Fühlern und dem „wuscheligen“ Kopf treffen.

UPDATE 12.10.09: Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, waren auch in den Jahren 08 und 09 Hafte zu finden. Wir haben sie also „nur“ nicht gesehen. Das ist zwar schade, aber trotzdem eine gute Nachricht!

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